Lifehacker & Co – das neue Zeitmanagement.
Unter den Freunden von Selbstmanagement, Zeitmanagement und productivity geistert seit ein paar Jahren der Begriff „lifehacking“ rum. Darunter ist keine Cyber-Attacke zu verstehen, man könnte das eher als eine neue und online-adäquate Form der Organisation von Arbeit und vielem anderen bezeichnen.
Ob der Begriff erst durch die Arbeit von Programmierern und anderen ITlern aufgetaucht ist, oder ob er vorher schon eine Bedeutung hatte, ist etwas unklar. Klar ist allerdings einigermaßen, wofür er steht: immer wenn jemand auf eine unerwartete, kluge Art und Weise ein Problem des Alltags und der Arbeitsweise löst, kann man von einem life-hack sprechen. Am Anfang ging es vor allem um die „quick and dirty“ – Varianten, inzwischen ist die Szene der Lifehacker voll mit Büchern, Software, Seminaren und Gurus. lifehacker.com wurde ungefähr 2005 gelauncht, die Seite ist nach wie vor eine Art Kulminationspunkt für das Thema. Eine der wesentlichen Figuren war und ist Merlin Mann, der mit seinem System der „43 Folders“ auch in den „analogen“ Formen des Zeit- und Selbstmanagements sehr kreativ und prominent war und ist.
Auch GTD (Getting Things Done, David Allen), das ja auch eine ganz eigene und recht umfangreiche Philosophie des Zeitmanagements darstellt, ist nicht weit entfernt.
Im Buch „Lifehacker: The Guide to Working Smarter, Faster, and Better“ vonAdam Pash und Gina Trapani geht es um einen bunten Straus von Themen des täglichen Arbeitslebens in modernen Zeiten:
Umgang mit emails, mit der eigenen Disziplin, mit der eigenen Aufmerksamkeit, mit Aufgaben und ToDo-Listen, mit dem Web und seinen vielfältigen Möglichkeiten und Gefahren (der Ablenkung z.B.), etc.
Ein Beispiel: die Software „Freedom“ ist eine Textverarbeitung der ganz spartanischen Art, bei der alle anderen Programme ausgeblendet werden, man kann NUR schreiben und wird garantiert von nichts mehr abgelenkt. Symptomatisch erscheint mir der Name, viele der modernen Bildschirmarbeiter leiden unter der Unfreiheit, die die ständige Verfügbarkeit von Information und Kommunikation mit sich bringt. Viele sind getrieben von Erwartungen und Ablenkungen und können nur noch ganz schwer längere Zeit bei einer Sache bleiben. Darunter leiden die Produktivität, die Qualität, aber auch die eigene Gesundheit.
Es gibt also viel gute Gründe, sich mit Verbesserungen der Arbeitsweise und des Umgangs mit den Herausforderungen zu beschäftigen. Im Coaching-Alltag begegnet man immer wieder Stressthemen, die bei aller Begeisterung für die unglaublichen Möglichkeiten des modernen Lebens ganz schnell um die Ecke kommen und zu teilweise erheblichen Überlastungen führen.
Ein paar weiterführende Websites zum Thema:

